Berlins Beste am Ball ...  


vom 16. Dezember 2002

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Berlins Beste am Ball

Hertha BSC hat Nationalspieler in allen Altersklassen - die Hoffnungen des Vereins
Schüler der Poelchau-Sportoberschule


Kevin Prince Boateng U 16

Meine Güte, was für ein hübscher Name! Kevin Prince Boateng ist der Sohn eines Ghanaers und einer Deutschen. Bei Hertha BSC kickt er im zentralen Mittelfeld der B - Jugend. Dass der 15-Jährige einiges drauf hat, hat sich in der Fußballbranche bereits herumgesprochen. Boateng hat den seriösesten Spielerberater an seiner Seite: Jörg Neubauer. Und der kümmert sich immerhin um solche Spieler wie Sebastian Deisler vom FC Bayern München.
Was zeichnet Boateng aus? Herthas Nachwuchskoordinator Frank Vogel sagt: "Kevin ist ein genialer Techniker, links wie rechts. Der kann alles am Ball." Hat er etwa das Potenzial eines Anthony Yeboah, dem ehemalige Stürmer des Hamburger SV? "Nein, die beiden kann man nicht vergleichen. Unser Kevin ist nicht so dynamisch", sagt Herthas B -Jugend-Trainer Dirk Kunert. "Aber Kevin kann mehr am Ball." Und er habe ein gutes Sozialverhalten, sei nicht arrogant. Welche Schwächen hat er noch? "Manchmal spielt Kevin zu mannschaftsdienlich", sagt Kunert. Im Zweikampfverhalten sei er außerdem noch nicht clever genug. "Er 

kriegt zu oft auf die Socken, da muss er intelligenter spielen." Boateng hat das Fußballspielen nicht im Verein gelernt, sondern auf der Schillerwiese in Wedding. Boateng erzählt: "Für das Spiel habe ich früher die Schule geschwänzt." In Familie Boateng wird die Fußballbegeisterung immer weiter gegeben: Sein kleiner Bruder Jerome spielt in Herthas C -Jugend, sein älterer Bruder George kickte früher für die A - Jugend.
In drei Wochen geht es mit der U 16 ins Wintertrainingslager nach Spanien - gemeinsam mit Lennard Peter und Christian Preiß. Sie spielen ebenfalls bei Hertha BSC. Das erste  Länderspiel der U 16 steigt im März gegen Frankreich.                             
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Pascal Bieler U 17

Eigentlich ist Pascal Bieler noch zu jung für Herthas A -Jugend. "Aber der Sprung in die höhere Altersklasse zeigt sein großes Potenzial", sagt Herthas A -Jugend-Trainer Michael Wolf. Der Abwehrspieler kickte von 1993 bis 1999 beim SC Tegel, ging dann zu Hertha BSC und ist heute Stammspieler der U17-Nationalmannschaft. Der 16-Jährige gilt als einer der besten deutschen Nachwuchsspieler im Abwehrbereich.
"Pascal spielt spektakulär einfach", sagt Wolf. Das zeichne ihn als Abwehrspieler aus. "Er lässt sich von der Unruhe auf dem Platz nicht anstecken." Herthas Nachwuchskoordinator Frank Vogel sagt: "Er ist offensiv stark, in der Abwehr exzellent." Bieler spielt in der A -Jugend, weil dort der Fußball athletischer und schneller ist. Vogel: "Er ist ein Abwehrspieler modernster Prägung." Seine Schwäche? "Er muss im Kopfballspiel besser werden. Wir arbeiten viel daran."
Im Winter geht es mit der Nationalmannschaft nach Spanien ins 

Trainingslager. Auch Ashkan Dejegah ist dabei. Herthas B -Jugend-Stürmer ist in Teheran/Iran geboren. "Der ist ein Wahnsinnsjunge", sagt B- Jugendtrainer Kunert. Altin Volkan steht für die Nationalmannchaft auf Abruf bereit.                             Mehr zu Pascal

 Oliver Hampel U 18

Oliver Hampel wurde im November das erste Mal vom Deutschen Fußball-Bund für die Nationalelf nominiert. Durch ihn ist für Hertha nun in jedem Jahrgang mindestens ein Nationalspieler vertreten. Der 17-Jährige gab beim 2:0-Sieg gegen Schottland sein Debüt für die Mannschaft von Trainer Erich Rutemöller. Hampel sagt: „Wenn du den Adler auf der Brust trägst, rennst du automatisch einen Tick mehr.“
Herthas Nachwuchskoordinator Frank Vogel beschreibt Hampel als quirligen Typen. „Er spielt mit unwahrscheinlich viel Leidenschaft.“ In Herthas A-Jugend spielt Hampel im defensiven, zentralen Mittelfeld. Trainer Wolf sagt: „Oliver ist manchmal zu ernst, zu verbissen. Wir lockern ihn ein bisschen auf.“ Hampels Talent schmälert das nicht. „Er entwickelt sich sehr gut.“ Wolf hat ihn 1999 in Halle entdeckt und ein Jahr später nach Berlin geholt. Hampel wohnt im Hertha-Internat, hat dort Herthas Mannschaftskapitän Michael Preetz als Paten zur Seite stehen. „Wir haben wenig Kontakt“, sagt Hampel. Und wie hart ist es im Internat? „Ach, das ist nicht so schlimm. In Halle war es härter.“ Hampel geht auf die Poelchau-Oberschule in Charlottenburg, mit 

der Hertha seit zwei Jahren kooperiert. „Das Abitur wäre mein zweites Standbein, wenn es mit der Profikarriere nicht klappen sollte“, sagt Hampel.Im Spätsommer, wenn er in der U 19 spielen sollte, dann geht es in der EM–Qualifikation gegen Dänemark, Malta und Luxemburg. Dabei qualifizieren sich die beiden Erstplatzierten für die zweite Qualifikationsphase. Die Endrunde wird 2004 im Jubiläumsjahr der Europäischen Fußball-Union Uefa in der Schweiz ausgetragen. Endspielort wird Uefa-Sitz Lyon sein. Doch so weit will Hampel noch nicht vorausschauen: Im März spielt er erst einmal gegen Frankreich.

Presseschau 

Kooperation Hertha

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