Klare Dominanz der Poelchau-Oberschule ...    


aus: v. 16. Juli 2001

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Klare Dominanz der Poelchau-Oberschule

Über 13.000 Jungen und Mädchen im Schulfußball aktiv

Vom Schulfußballfinale berichtet Klaus-Jürgen H o f f m a n n

Das Siegerteam der Poelchau - Oberschule im Wettkampf III mit Trainer 
Markus Schatte (oben links) 
und dem überragenden A.Dejagah 
(unten links)


Insgesamt 1350 Jungen- und Mädchen-Teams nahmen im dieser Tage zu Ende gehenden Schuljahr an acht verschiedenen Altersklassen-Turnieren teil. Das sind über 13.000 Kids, die in vier Regionen zu je drei Bezirken organisiert sind. „Vor allem die sportbetonten Schulen gaben diesmal den Ton an und boten guten Fußball" , erklärte Werner Hüffer, der Chef des Schulfußballs. Dessen Crew mit Dieter Stein, Ingolf Lange und Walter Braun sowie 30 Verantwortlichen in den Bezirken ließ nichts anbrennen und sorgte für eine reibungslose Organisation bis hin zum Finale. Am Ende wurde es ein Triumph der Poelchau-Oberschule, die in den drei entscheidenden Turnieren die Nase vorn hatte und nun auch Berlin beim Bundesausscheid „Jugend trainiert für Olympia" vertreten wird. "Da ist man schon etwas aufgeregt", gab der ob der Leistung seiner Teams ebenso zufriedene wie stolze Schulleiter der Poelchau-Oberschule Rüdiger Barney zu Protokoll.

WK III (Jungen Jahrgänge 86-89):

Poelchau-OS - Seelenbinder-OS 6:1 (4:0)
POELCHAU: Bloszyk - Bongartz, Diederich, Prestel, Penava - Grubert, Maas, Prochnow, Yelen - A. Dejagah, Sonar. Eingewechselt wurden: Czech, Tefik, Özüpel.
SEELENBINDER: Freuer - Schulz, Bley, Sobota - Burgold, Gerhard, Rauschenberger, Seebach, Wigger - Schütz, Steinwarth. Eingewechselt wurden: Liedke, Ramisch, Zaremba.
TORE: 1:0 (20.) A. Dejagah, von Stürmerkollege Sonar vorgelegt; 2:0 (31.) Sonar, diesmal ist es Yelen, der den Pass gibt; 3:0 (33.) A. Dejagah, "vernascht" drei Abwehrspieler; 4:0 (35.) Grubert nach Flanke von A. Dejagah; 4:1 (43.) Wigger, tolles Zusammenspiel mit Rauschenberger; 5:1 (58.) Sonar, krönt ein schönes Solo; 6:1 (70.) Yelen, nach Zuspiel von A. Dejagah
BESTE SPIELER: A. Dejagah, Prochnow, Sonar - Schulz, Gerhard
Die Hohenschönhausener begannen furios. Gerhard und Rauschenberger trieben den Ball geschickt nach vorn, demonstrierten gutes Zusammenspiel. Doch den Aktionen des Teams von Dr. Axel Pauly war anzumerken, dass man nichts riskieren wollte, äußerst vorsichtig operierte. In der entscheidenden Zone leistete sich die "Seelenbinder" etliche Abspielfehler.
Das nutzte die gut sortierte Abwehr der Poelchau-Schule clever aus. Über zwei, drei Stationen trieb sie den Ball zum Strafraum des Kontrahenten. Wenn der ballsichere A. Dejagah oder Sonar an den Ball kamen, drohte höchste Gefahr. Im Mittelfeld machten Prochnow, Maas und Yelen Dampf. Bereits zur Pause war „der Kuchen gegessen".
Zwar gelang den nie aufsteckenden Jungen aus dem Sportforum noch der Ehrentreffer, doch ließen sich die Markus-Schatte-Schützlinge dadurch nicht beeindrucken. Nachdem A. Dejagahs Heber (48.) noch knapp vorbeistrich, machten dann Sonar und Yelen alles klar. Lediglich ein Freistoß von Gerhard (55.), der knapp am Tor vorbeistrich, hätte noch Ergebnis-Kosmetik bedeuten können. Doch die einzelnen Mannschaftsteile beim Sieger harmonierten. Die Poelchau-Kicker waren weitaus beweglicher und hatten im kaum vom Ball zu trennenden A. Dejagah den auffälligsten Akteur auf dem Platz.
Leider fielen kurzfristig die bei Hertha BSC spielenden Boateng, Griebert, Hinze (alle Poelchau) sowie Kairies und Schmele (beide Seelenbinder) aus, da
diese mit ihrem Verein am „Nike-PremierCup" teilnahmen. Bei besserer Koordinierung der beiden Nachwuchsveranstaltungen wäre dies vermeidbar gewesen.

WK II (Jungen Jahrgänge 84 - 85): 

Max-Eyth-OS - Poelchau-OS  2:4 (0:0)
EYTH: Wiese - Kickmunter, Adamiec, Berndt, Wietschke - Arndt, Gözübüyük, S. Dejagah, Schneider - Sahinbas, Karadag. Eingewechselt wunden: Talibor, Cinar, Brahaj, Duygun
POELCHAU: Sobottka - Wiederhöft, Beyer, Huse,

Bastian - Seitz, Kumovic, Marjanovic, Ritter - Salihovic, Lutz. Eingewechselt wurden: Boukantar, Pisulla, Lorenz, Knappe
TORE: 0:1 (47.) Boukantar, nach toller Vorarbeit von Seitz, 0:2 (52.) Salihovic, per Kopf nach langem genauen Pass von Bastian; 1:2 (59.) S. Dejagah, nach Eckball von Güzübüyük; 1:3 (67.) Marjanovic, schließt eine Kombination über Boukantar/Ritter ab; 2:3 (78.) Dejagah, aus dem Gewühl heraus; 2:4 (80.) Boukantar, auf Querpass von Salihovic.
BESTE SPIERLER: S. Dejagah, Karadag, Adamiec - Salihovic, Seitz.
Im Vorjahrs-Finale des WK III hatte die Eyth-Schule die Poelchau-Schule mit 1:0 heftig geärgert, warf diesmal im Halbfinale die sportbetonte Flatow-Schule aus Köpenick mit 3:2 aus dem Rennen und traf im Endspiel erneut auf die Poelchau-Kicker. Wieder in der Rolle als Favoritenschreck?
Betrachtete man die torlosen ersten 40 Minuten, mag davon etwas in der Luft gelegen haben. Doch bereits in Hälfte eins hatten die Mannen von Coach Ekrem Asma, der auch die Regionalliga-B-Jugend von TeBe trainiert, einige „Riesen" parat. Großzügig wurden sie zwischen der 17. und 20. Minute vergeben: Salihovic knapp vorbei, Marjanovic übers Gehäuse, Ritters Ball auch vorbei, dann verstolperte Seitz.
Und die Eyth-Schule? Hier war S. Dejagah (Hertha BSC) einer der Rackerer, technisch perfekt und viel marschierend. Die hochkarätigste Chance ließ Gözübüyük aus (24.),
als er freistehend am aufmerksamen Keeper Sobottka scheiterte. Auch ein Kopfballversuch von Karadag (21.) brachte nichts ein. Herrlich anzusehen, wenn beim siegreichen Team die „schwarze Perle" Seitz ansetzte und sich bei Freistößen versuchte. Er wird bereits vom 1.FC Köln umworben. Die Poelchau-Schule ließ in ihren Bemühungen nicht nach, legte sogar noch einen Zahn zu und schuf mit dem 2:0 eine Vorentscheidung.
Lobenswert das Aufbäumen der Reinickendorfer, die niemals aufsteckten. Hoffnung keimte auf, als S. Dejagah das 1:2 schaffte, doch beeindruckte das die Charlottenburger nicht mehr.

WK III (Mädchen Jahrgänge 86 - 89):

Poelchau-OS - Dag-Hammarskjöld-OS 2:0 (0:0)
POELCHAU: Hundertmark - Adomeit, Kuley, Maass, I. Hein, Y. Hein, Heilmann. Eingewechselt wurden: Primann, Wallace, Puls. Sportlehrer: Druschky.
HAMMARSKJÖLD: Mittelstädt - Taenicke, Prymula, Emrem, Damrow, Otto, Schröder. Eingewechselt wurden: Pusz, Lewandowsky, Jeziorowski. Sportlehrer: Meier
TORE: 1:0 (40.) Adomeit, 2:0 (46.) Adomeit
Die jungen Damen schienen durch den jüngsten EM-Titel der deutschen Frauen-Nationalmannschaft echt motiviert. Sie boten ansehnlichen Fußball und zeigten viel Verständnis am Ball. Eine Halbzeit lang hielt die Hammarskjöld-Vertretung mit, stand gut in der Abwehr. Im weiteren Spielverlauf bestimmten aber die Mädels um die umsichtige Keeperin Hundertmark die Szenerie. Aus dem siegreichen Team ragte noch Corinna Maass heraus.

Presseschau 

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