Goldmedaille beim Baltic - Cup ...

Stand: 6.10.09


Goldmedaille beim Baltic-Cup 2009 in Norwegen

Oliver Mittelstädt und Florian Leu siegen im Zweier ohne


Im norwegischen Arungen konnten die Elftklässler Oliver Mittelstädt und Florian Leu (Bild links) 
am 25./26./27. September 2009 im Zweier ohne Steuermann bei starker internationaler Konkurrenz die

Goldmedaille

errudern.

Herzlichen Glückwunsch!

Den folgenden Fahrtenbericht übersandte uns Oliver aus Norwegen - vielen Dank!

Wie in den vergangenen Jahren nominierte der Deutsche Ruder Verband einige hoffnungsvolle Jungtalente im Alter von 16 und 17 Jahren in verschiedenen Bootsklassen für den Internationalen Baltic Cup in Norwegen. In diesem Jahr fand er in der kleinen Stadt Arungen nahe Oslo statt.
Eine malerische Strecke, ein offener See in den Bergen, jedoch mit Tücken!
So schön wie die Strecke aussieht, so ist sie auch bekannt für hohe Wellen, und verlangt den Sportlern dadurch viel ab.
Die Gruppe des DRV traf sich am Donnerstag, den 24. September am Flughafen Berlin- Schönefeld um gemeinsam den Flug nach Norwegen anzutreten. Für die Sportler, die noch nie oder selten geflogen waren, war dies schon der erste erwartungsvolle Moment.
In Norwegen gelandet, ging es dann weiter direkt zum Wettkampfort, um die Boote abzuladen und erste Bekanntschaft mit dem See zu schließen.
Kurze Zeit später ging es dann zur Freude aller ins Quartier.
Angenehm war, dass die Mahlzeiten gemeinsam mit allen Sportlern des Baltic Cups dort eingenommen wurden.

Am nächsten Morgen, wurde sich bei niedrigen Temperaturen erst einmal warm angekleidet und im Anschluss wurden die Boote zu Wasser gelassen.
Es herrschte starker Seitenwind, der nicht nur Sportlern leichte Probleme bereitete, sondern auch leider der nicht ganz so super befestigten Startbrücke, die sich durch den starken Wind löste und in die ersten drei Bahnen schwamm. Was wir im Zweier ohne kurz darauf zu spüren bekamen. Denn wie es der Zufall wollte, stand das Licht dermaßen schlecht, dass wir die Brücke übersehen hatten und nach einem kurzen Knall, lagen wir auch schon in der Brücke drin.
Mit kaputtem Bug hieß es dann schnellstmöglich an Land zu rudern.
Die letzten 100 Meter wurden schließlich zu einem Wettrennen, denn der Bug war bereits unter Wasser. Durch das Eingreifen der Trainer konnte das „Absaufen“ gerade noch verhindert werden…
Nach kurzer provisorischer Reparatur mit einem Allzweck-Klebeband (Panzertape) wurde die komplette Spitze des Bugs geklebt und gerichtet, sodass das Training gleich fortgesetzt werden konnte.

Im Anschluss an diese frostige Einheit ging es in die Innenstadt von Oslo in ein Museum.
Dort durften wir begutachten, wie die Ägypter ihre ersten Versuche unternahmen mit einem Boot mehrere Kilometer zurück zu legen.
Interessant! Was die konnten, können wir längst, war die Devise und bei dem nur leisen Gedanken an das geklebte Boot, wollten wir uns überhaupt nicht einschüchtern lassen.

Am nächsten Morgen läutete um 6:30 Uhr der Wecker den spannendsten Tag des Baltic Cups ein. 
Es ging an diesem Tage über die olympische Distanz von 2.000 Metern. 
Auf diesen Tag arbeiteten die Sportler lange Zeit hin, um hier zu glänzen und es schien so, als ob die lange Arbeit anfing Früchte zu tragen.

In 10 Rennen konnte der Deutsche Ruder Verband 8 Goldmedallien und eine Bronzemedaille einfahren.

Eine gute Vorstellung des DRV am ersten Wettkampftag, der eine große Führung in der Gesamtwertung hervor brachte.

Nach den Rennen, ging es zum Essen und anschließend fielen die Aktiven ins Bett, denn der nächste Tag begann bereits um 5:30 Uhr.

Am nächsten Morgen versammelten sich alle Aktiven und Betreuer, um Brigitte Bielig ein Geburtstagsständchen zu singen. J
An diesem letzten Tag der Veranstaltung ging es über eine Sprint- Distanz von 500 Metern.

Leider hielt das schöne Wetter, wie es noch beim Frühtraining und bei den Vorläufen herrschte, nicht lange an und es wurde mit jeder Minute windiger und welliger, so dass es für viele Ruderer kein Vergnügen bereitete ihre Boote auf den Steg zu bringen und schon unter Wasser einzusteigen, da jede Welle auch über den Steg schwappte.
Um sich das alles etwas besser vorzustellen, hier ein Beispiel:
Ein russischer Einer wurde samt Boot beim Anlegen mit einer Welle auf den Steg getragen. So saß er mit dem Boot auf dem Steg! Unglaublich aber wahr!

So ging es also für die Ruderer darum, irgendwie und doch schnellstmöglich auch bei den schwierigen Bedingungen ihren Bug als erster über die Ziellinie zu bringen, was leider nicht ganz so gelang wie am Vortag.
Nach den letzten Ehrungen und Rennen, folgte die Siegerehrung der Gesamtwertung, die Deutschland souverän vor Polen gewann.
Glücklich und zufrieden traten wir die Heimreise an.

Einen herzlichen Dank von den Sportlern, an die Teamleitung Brigitte Bielig und Nils Budde, die für die Organisation und das Training zuständig waren und an die jeweiligen Vereinstrainer, die ihre Sportler ganz besonders unterstützten.
Mein 2- Partner Florian Leu und ich möchten sich an dieser Stelle ganz herzlich bei unserem Vereinstrainer Jan Baréz für die Saison 2009 bedanken! 

Sportliche Erfolge