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In einem Jungenverein hat sie mit neun Jahren angefangen, Fußball zu spielen. "Ich habe sowieso lieber mit Jungs gespielt", meint sie. Darauf, dass die vorsichtiger mit ihr umgehen, habe sie keinen Wert gelegt. "Haben die auch nicht gemacht, und das war eine gute Erfahrung."
Seitdem sind zehn Jahre vergangen, sie hat mittlerweile eine Weltmeisterschaft gewonnen und einen Vertrag bis 2006 bei Turbine Potsdam.
Karolin besucht die Poelchau-Oberschule, eine Gesamtschule im Halemweg 24. Die ist sportbetont, die Schüler können unter insgesamt zehn Sportarten wählen, vom Tanzen bis zum Modernen Fünfkampf. Außerdem gibt es für erfolgreiche Vereinssportler die Möglichkeit, die Schulzeit zu strecken. So hat Karolin Thomas anstelle von zwei Semestern drei für das Pensum eines Oberstufenjahrs zur Verfügung. Außerdem gibt es gute Kontakte zu Sportvereinen. So ist auch die 19-jährige Fußballspielerin zu ihrem Potsdamer Verein gekommen, weil er in Kooperation mit der Schule steht.
Vom Verein hat die erfolgreiche Spielerin ein Auto bekommen. "Sonst würde ich zeitlich gar nicht alles unter einen Hut kriegen. Ich wohne in Weißensee, gehe in Charlottenburg zur Schule und trainiere fünf mal die Woche in Potsdam." Und dann kommt ungefähr einmal die Woche noch ein Spiel dazu. Freizeit ist da ein Fremdwort, zumal sie sich jetzt auch auf ihr Abi vorbereiten muss.
Immerhin braucht sie sie nur alle zwei Wochen zum Schulsport, weil der sich zeitlich mit ihrem Training überschneidet. |

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"Aber es ist trotzdem anstrengend und man muss sich sehr motivieren, wenn man abends vom Training kommt und noch Hausaufgaben machen
muß."
Trotzdem will sie sich Mühe geben. "Es ist wichtig, eine gute Ausbildung zu haben, denn als Profifußballerin verdient man nicht genug Geld um davon leben zu können". Deshalb hat sie vor, nach dem Abi in Potsdam zu studieren. Ernährungs- und Sportwissenschaft möchte sie belegen und dann auch nach Potsdam ziehen.
Mit Vorurteilen hat sie ab und zu zu kämpfen. "Vor allem die Jungen, die selbst Fußball spielen, sind oft skeptisch", meint sie, "aber viele finden auch Frauenfußball besser, weil wir nicht so auf Show machen. Und meine Eltern finden es gut, sie sind sehr stolz auf mich."
Weitere Informationen zu Karolin Thomas und der Poelchau-Oberschule sind unter www.poelchau-oberschule.de zu finden. saki
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