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30.000 Euro vom DFB |
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Sichtlich beeindruckt von der Performance des rappenden Torwarts Marcel Subke mit den Hertha-Ballartisten trat Michael Preetz ans Rednerpult in der Aula der Poelchau-Oberschule. Der einstige Hertha-Stürmer und heutige Leiter der Lizenzspielerabteilung bei Hertha BSC bedankte sich bei der Schule für die langjährige Zusammenarbeit mit seinem Verein und erinnerte an die aktuellen Profis, die einst die Schule am Halemweg in Charlottenburg besucht hatten. Ob Patrick Ebert, Ashkan Dejagah, die Boateng-Brüder oder Sejad Salihovic, der gerade mit 1899 Hoffenheim im Rampenlicht steht - sie alle und noch einige bekannte Kicker erhielten hier eine sportliche Grundausbildung und das geistige Rüstzeug fürs Leben. Nachdem dann Preetz die versammelte Lehrerschar zum Heimspiel von Hertha BSC gegen den 1. FC Köln eingeladen hatte, stand am vergangenen Donnerstag der wichtigste Teil der Veranstaltung an: Mit der Enthüllung der Zertifizierungstafel zur "Eliteschule des Fußballs" durch DFB-Sportdirektor Matthias Sammer, DFB-Vizepräsident Dr. Hans-Dieter Drewitz, Staatssekretär Thomas Härtel, Schulleiter Rüdiger Barney, Jungprofi Florian Riedel und Preetz endete die Feier. "Eliteschule des Fußballs" ist ein Zertifikat für ein gut funktionierendes Netzwerk von Schule, Leistungszentrum und Verband, das garantiert, dass alle Spitzentalente auf umfassende Unterstützungsmaßnahmen und Serviceleistungen zurückgreifen können mit dem Ziel einer parallel laufenden sportlichen und schulischen Karriereförderung. Das Zertifikat wird vom DFB nach Prüfung der jeweiligen Verbundsysteme von Leistungsfußball und Schule vergeben und ist mit einer finanziellen Unterstützung von 30.000 Euro für Material, Koordination und DFB-Trainer verbunden. Die Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe am Halemweg darf sich als eine von 19 Schulen bundesweit und als einzige in Berlin nun "Eliteschule des Fußballs" nennen. Die Ernennung zur "Eliteschule des Sports" erfolgte bereits 2006 - dieses Prädikat besitzen in Berlin neben der Poelchau-OS auch die Seelenbinder- und die Flatow-Schule sowie das Coubertin-Gymnasium. Die am Donnerstag erfolgte Ernennung begreift Preetz als große Verpflichtung. Der Ex-Profi richtete einen eindringlichen Appell an die rund 35 Hertha-Kicker, die die Schule besuchen: "Seid Euch Eurer besonderen Stellung bewusst, seid fair im Umgang mit den Lehrern und Euren Mitschülern. Ihr steht unter besonderer Beobachtung. Und macht Euren Schulabschluss, auch wenn ich weiß, dass die Doppelbelastung enorm ist." Jungprofi Riedel und Schulleiter Barney gaben zu Beginn der Feierstunde gekonnt und humorvoll einen Rückblick in die Schulhistorie. In den 90er Jahren wurde das Konzept geboren, den Sport im allgemeinen und den Fußball im Besonderen in den Mittelpunkt zu stellen. Eine Kooperation mit Tennis Borussia entstand, später kamen der BFV und der heutige Hauptpartner Hertha BSC dazu. Für die Zukunft ist der Umzug der Schule in den Olympiapark geplant, Staatssekretär Härtel signalisierte seine Unterstützung. "Fußball hat in Berlin eine Heimat, die Fußballer sind immer auch tolle Botschafter für die Stadt", so Härtel, der aber auch mahnte: "Die sportliche Leistung ist das eine, die Persönlichkeitsentwicklung das andere. Für die Trainer und Lehrer ist es nicht einfach, das immer unter einen Hut zu bringen. Und vergesst mir den Mädchenfußball nicht". In einer kleinen Talkrunde stellte sich schließlich Matthias Sammer den Fragen einiger ausgewählter Schüler. Sammer gab ihnen vor allem eines mit auf den Weg: "Egal, ob im Training beim drei gegen drei, beim Basketball, anderen Spielchen oder im richtigen Spiel auf dem Platz: Ihr müsst immer gewinnen wollen." |