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Seit über einem Jahr zählt auch die
Poelchau-OS offiziell zu den 17
sportbetonten Schulen, die durch den
DFB gefördert und entsprechend
unterstützt werden. Die 1973 gegründete
Einrichtung wurde später nach dem
Gefängnispfarrer Harald Poelchau
benannt. Dieser begleitete als Geistlicher
Hunderte von Inhaftierten, die während
des Nazi-Regimes verurteilt wurden, auf
ihrem letzten Weg zur Hinrichtung.
Diese in Charlottenburg gelegene
Schule ist eine Gesamtschule mit
gymnasialer Oberstufe im
Ganztagsbetrieb. Am Ende der 10.
Klasse stellt der erreichte Abschluss die
Weichen für den weiteren Bildungsweg.
Tag der offenen Tür
Am vergangenen Mittwoch wurde
nun Bilanz gezogen, fand der "Tag der offenen Tür" statt. Viele neugierige
Eltern mit ihren Jungen oder Mädchen
der jetzigen 6. Klassen schauten vorbei
und waren angetan über das, was in der Aula und auf der Bühne geboten
wurde. Sie nahmen viele Informationen
mit. Schulleiter Rüdiger Barney und
seine Kollegen hatten alles bestens
vorbereitet und im Griff.
Alle Profilsportarten waren in einer Sportstraße vertreten, wo entsprechende Stände mit den einzelnen Sportarten dicht umlagert
waren. Übertönt wurde alles durch
musikalische Beiträge der jungen Talente
der Poelchau-Schule.
Natürlich waren auch die
Fußballtrainer zugegen. Markus Schatte,
Nachwuchs-Trainer bei TeBe, hatte kaum eine freie Minute. "Wir haben
110 Fußballer in den Klassen 7 bis
12. Vereine wie TeBe, Normannia 08 und
die Rein. Füchse sind hier vertreten", berichtete Schatte. Ihm zur
Seite für die fachliche Ausbildung im
Fußball stehen Gora Sen und André
Bandit. Man schaut auch stolz auf die Ex-Schüler Christian Ritter (VfL Wolfsburg,
A-Jugend), Charles Takyi (Schalke 04,
A) sowie Jerome Maass (Bayern
München, B), die von TeBe ins
Bundesgebiet wechselten.
Aber auch 42 Mädchen gehören dieser
sportbetonten Einrichtung an. Betreut
werden sie von Trainer Jürgen Druschky, der auch zum Trainerstab
beim Frauen-Bundesligisten Tennis
Borussia gehört. Karolin Thomas und
Yasmin Reeder (beide TeBe-Frauen-Kader) sind die derzeit bekanntesten Vertreter des
weiblichen Geschlechts an der Poelchau-OS. "Wir benötigen ein breiteres
Sichtungsfeld, auch ein höheres
Sichtungsniveau, um mit Eliteschulen
Schritt halten zu können", legte Trainer
Druschky den Finger auf die Wunde.
Masse ist nicht immer gleich Klasse. In
Fragen der weiteren Entwicklung des
Mädchenfußballs plant man demnächst
einen "runden Tisch" und möchte dazu
alle verantwortlichen Stellen zusammen
bekommen.
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Hertha-Talente gefragt
In diesem Jahr wurde an der
Poelchau-Schule eine zweite Hertha-Klasse im 7.
Schuljahr eingerichtet. "Insgesamt 54
Fußballer besuchen hier die Schule. Die
Talente werden von unseren Trainern auf
dem Olympiagelände trainiert",
unterstrich Frank Vogel als
verantwortlicher Amateur- und
Jugendkoordinator bei Hertha BSC die
fruchtbare Zusammenarbeit mit der Poelchau-OS. Hinzu kamen etliche
veranlagte talentierte Burschen als
Quereinsteiger.
Zu den bekanntesten Hertha-Nachwuchsspielern an der
Charlottenburger sportbetonten
Einrichtung zählen der Kapitän der A-Jugend, Stefan Schumann, Kevin
Boateng (U 15), Pascal Bieler und
Aschkan Dejagah (U 16). Letzterer
wechselte über die Füchse und TeBe zu
den Herthanern.
Wie schon an der Köpenicker Flatow-Oberschule boten auch hier junge Talente
Ausschnitte aus dem interessanten
Technik-Trainingsprogramm. Die hielten
auch die Mädchen toll mit.
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Denis Lapaczinski als Gast
Begeistert empfangen wurden auch
Hertha-Profi
Denis Lapaczinski und
Herthas Maskottchen "Herhinhos".
Übrigens konnte die Poelchau -Schule
beim
diesjährigen
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Schulfußball-Endturnier
gleich drei Titel abräumen. Auch beim
Finale der besten Teams aus allen
Bundesländern erreichten sie zweimal das
Endspiel. Dann scheiterte man jedoch an
der stärkeren Konkurrenz aus Cottbus
(Jungen) und Potsdam (Mädchen).
In einem guten halben Jahr werden
wieder talentierte Jungen und Mädchen in
die 7.Klassen eingeschult. Dann ist auch
Hertha BSC wieder mit einer eigenen
Klasse dabei. Während die Flatow- und
Seelenbinder-Oberschule die alljährliche
Sichtung dafür jeweils in diesen Tagen
und Wochen durchführen, sichtet Hertha
BSC ganzjährig. So bei der
Ostersichtung, beim Berliner Volksbank-Cup und natürlich bei den Punktspielen.
Ob nun bei Hertha BSC, TeBe oder
anderen Heimvereinen trainiert wird, der
Fußball-Nachwuchs versteht sich prächtig
an der Poelchau-Schule, schließlich
verfolgen sie alle ein gemeinsames
sportliches Ziel. Aber nicht jeder Junge
kann Fußball-Profi werden. Der Sprung
vom Talent zum Profi ist sehr groß.
Bei allen Jungen und Mädchen wird
großer Wert auf einen erfolgreichen
Schulabschluss gelegt und natürlich auch
auf die Entwicklung der Persönlichkeit.
Sport und Schule gehören eng
zusammen, eines geht nicht auf Kosten
des anderen.
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